Ratgeber

Padelbälle: Was sie vom Tennisball unterscheidet

Aktualisiert am 26. September 2026

Ein Padelball sieht aus wie ein Tennisball: gelb, Filz, gleiche Naht. Trotzdem ist er ein eigenes Produkt mit eigenen Vorgaben. Für offizielle Turniere sind nur Bälle zugelassen, die der Weltverband FIP genehmigt hat.

Die Masse im Vergleich

Die Werte stammen direkt aus den Regelwerken beider Verbände. Für Tennis steht hier der Standardball „Typ 2“ (mittlere Geschwindigkeit).

Padelball (FIP) Tennisball Typ 2 (ITF)
Durchmesser 6,35 bis 6,77 cm 6,54 bis 6,86 cm
Gewicht 56,0 bis 59,4 g 56,0 bis 59,4 g
Sprunghöhe aus 2,54 m 135 bis 145 cm 135 bis 147 cm

Der Padelball ist also etwas kleiner, gleich schwer und darf nicht ganz so hoch springen. Dazu legt die FIP einen eigenen Innendruck fest.

Was das fürs Spiel heisst

Ein Tennisball darf laut Regelwerk etwas grösser sein und etwas höher springen. Auf dem Padelplatz fällt das vor allem nach dem Abprall von der Glaswand auf, wo schon wenige Zentimeter über den Treffpunkt entscheiden. Zum Einspielen im Garten geht jeder Ball. Auf dem Platz lohnt sich der richtige: Die Ballwechsel über die Wände funktionieren nur, wenn der Ball so abspringt, wie es die Regeln vorsehen.

Bälle in den Bergen

Über 1000 Meter über Meer darf laut FIP ein anderer Balltyp verwendet werden, der weniger hoch springt (122 bis 135 cm statt 135 bis 145 cm). Der Grund: In dünner Luft fliegt und springt ein normaler Ball deutlich stärker. Für die Schweiz und Österreich ist das kein Randthema, viele Orte in Graubünden, im Wallis oder in Tirol liegen über dieser Grenze.

Spielst du dort regelmässig, frag im Club nach, welche Bälle sie verwenden, bevor du selbst eine grössere Menge kaufst.

Wann ein Ball ausgedient hat

Padelbälle verlieren mit der Zeit Druck, springen flacher und fühlen sich „tot“ an. Einen festen Zeitpunkt gibt das Regelwerk nicht vor. Eine einfache Kontrolle: Lass einen neuen und einen alten Ball aus gleicher Höhe fallen. Springt der alte sichtbar weniger hoch, ist es Zeit für eine neue Dose. Offene Dosen verlieren schneller Druck als verschlossene; kauf darum lieber mehrere kleine Packungen als eine grosse, wenn du selten spielst.

Quellen

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